Auf einen Blick

  • Numerus Clausus
    kein NC, dafür Portfolio
  • Arten des Studium
    Vollzeit, Berufsbegleitend
  • Das Studium in einem Satz
    Das Fotografie Studium macht dich zum Experten auf deinem Gebiet: Dein künstlerisches Talent erhält mit theoretischem und praktischen Wissen der Fotografie ein Upgrade und ermöglicht es dir, dich zu spezialisieren.
  • Das Richtige für ...
    ... Kreative, Momentfinder, Beobachter und alle, die wissen, was Bilder bewirken können.

Eindrücke

Endlich verständlich: Alle Infos zum Fotografie Studium

Szene 1: Ein Brautpaar wird nach der Trauung von einem Fotografen abgelichtet. Er positioniert das Paar, gibt Anweisungen, wie der Bräutigam der Braut den Arm umlegen soll und drückt auf den Auslöser.

Szene 2: Eine große Kaufhauskette braucht neue Produktfotos für den Onlinehandel. In einem recht nüchtern eingerichteten Fotostudio lichtet der Fotograf die Armbanduhr aus verschiedenen Perspektiven ab.

Szene 3: Der Fotograf hat einen Kunden für Bewerbungsfotos in seinem Studio. Er versucht, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und knipst einige Fotos, damit der Kunde warm werden kann, bis ihm ein natürliches statt eines künstlichen Lächelns im Gesicht steht.

Szene 4: Hamburg, Kiez. 5 Uhr in der Früh. Der Fotograf arbeitet an einer Bilderstrecke über das erwachende Hamburg.

Fotograf und Model im Fotostudio

Hast du dich in irgendeiner dieser Szene wiedergefunden? Oder hast du schon immer davon geträumt, ein Blitzlichtgewitter zur verursachen, aber dabei nur am Rande zu stehen? Malst du dir aus, deine Bilder an Häuserwänden oder in Zeitschriften zu sehen? Dem Beruf des Fotografen haftet noch etwas Freiheitliches, Abenteuerliches an. Aber ganz nüchtern betrachtet ist Fotografie ist viel mehr als Promis und Politiker kennenzulernen oder eine Woche lang den Dalai Lama in Tibet zu treffen. Und dieses Mehr ist das, was dir im Fotografie Studium vermittelt wird. Ein gewisses Talent für die Fotografie hast du bereits, ganz klar. Dies ist sogar eine Voraussetzung dafür, dass du das Studium beginnen darfst. Auf diesem Talent baut das Studium auf.

Das Fotografie Studium sehr praktisch orientiert, kombiniert mit dem theoretischen Grundwissen, von der Geschichte der Fotografie bis hin zu modernen digitalen Bearbeitung. Du lernst die verschiedenen Stilrichtungen kennen und wirst dich viel in praktischen Projekten ausprobieren dürfen. Denn Ziel des Studiums ist es, dir eine umfassende, professionelle Bildkompetenz und Wissen zu vermitteln, so dass du in allen Bereichen arbeiten kannst.

Studienmodelle

Den Bachelor Fotografie gibt es als ...

  • klassisches Vollzeitstudium: Du bist von Beruf Student, die Fotografie Vorlesungen erstrecken sich von Montag bis Freitag.
  • berufsbegleitendes Präsenzstudium: Du gehst einem normalen Vollzeitjob nach und studierst, z.B. als Abendstudium oder Wochenendstudium, nebenbei. (⇒ Hier gibts mehr Infos zum berufsbegleitenden Studium)

Studieninhalte

Das Fotografie Studium ist sehr praktisch angelegt, aber gerade zu Beginn des Studiums werden theoretische Grundlagen, wie etwa die Geschichte der Fotografie, vermittelt. Welche genauen Inhalte es gibt und wie sie strukturiert sind, hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Doch grundsätzlich beinhaltet das Bachelorstudium der Fotografie diese Module:

Typische Inhalte des Fotografie Studiums

  • Grundlagen der Fotografie
  • Fotodesign
  • Theorie und Geschichte der Fotografie
  • Künstlerische Fotografie
  • Dokumentarfotografie
  • Inszenierte Fotografie
  • Präsentation und Montage
  • Analoge, digitale und übergreifende Techniken
  • Digitale Praxis

Student bearbeitet Fotos am Laptop

Das Studium ist so aufgebaut, dass du alle Bereiche der Fotografie kennenlernen wirst. In den ersten Semestern lernst du die fotografischen und gestalterischen Prinzipien, auf dieses Wissen wird dann nach und nach in den höheren Semestern aufgebaut. Neben dem Grundlagenwissen gehst du ins Detail: Alles über Portrait-, Sach-, Mode- und Dokumentarfotografie, experimentelle und redaktionelle Fotografie wird in den Vertiefungskursen gelehrt. Auch die wissenschaftlich-theoretischen Kenntnisse aus den medialen, ästhetischen und kunsthistorischen Fachbereichen werden behandelt. Du nimmst an Vorlesungen und Kolloquien teil, bearbeitest praktische Aufgaben und Projekte in Laboren und Produktionsorten. Du darfst eigene künstlerische Projekte realisieren und je nach Hochschule sogar Kundenaufträge umsetzen. Von der modernen bis zur traditionellen Technik der Bildgestaltung kannst du dich austoben und ausprobieren. Denn praktisch lässt es sich doch viel besser lernen.

Die Inhalte und Aufgaben des Fotografie Studiums sollen sich an den Anforderungen der Berufswelt orientieren. Wichtig ist für dich, dass du als Fotograf deine eigene Handschrift, deinen eigenen Stil, deinen Wiedererkennungswert entwickelst. Kreativität ist ein Muss in diesem Bereich, genauso wesentlich ist aber auch die Fähigkeit zum konzeptionellen Denken.

Digitalkamera vor Landschaft

Die Hochschulen bieten dir während des Studiums im sechsten oder siebten Semester auch Praxis- oder Auslandssemester an. Außerdem schreibst du im letzten Semester deine Bachelorarbeit. Zur bestmöglichen Vermittlung des Stoffes tauschst du dich mit Fotografen, Galeristen und Agenturen aus und unternimmst mit deinem Kurs Exkursionen in verschiedene Städte, Galerien, Ausstellungen usw. Das Bachelorstudium Fotografie dauert sechs Semester, an einigen Hochschulen auch sieben. Genaue Infos zu den Abläufen und Inhalten des Fotografie Studiums findest du auf den Seiten der Hochschulen deiner Wahl.

Voraussetzungen & NC

Das Studium der Fotografie richtet sich an Bewerber, die bereits Erfahrungen und Grundkenntnisse in der Fotografie besitzen und sich für deren Berufsfelder ausbilden lassen möchten. Ob du die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) brauchst, ist von der Akademie abhängig. Manche fordern es, manche nicht, in Ausnahmefällen reicht zum Beispiel auch die Mittlere Reife.

Es gibt es keinen NC! Stattdessen verlangt jede Hochschule von den Bewerbern Arbeitsmappen, um ihre Eignung unter Beweis zu stellen. Wie es für dich weitergeht, wenn deine Mappe für gut befunden wird, ist an jeder Hochschule unterschiedlich. Einige Hochschulen laden zu einem persönlichen Gespräch ein, andere führen weitere Eignungs- oder Grundlagenübungen durch. Informiere dich mit einiger Vorlaufzeit, damit du alle Anforderungen, wie zum Beispiel ein Portfolio, in Ruhe vorbereiten kannst. 

Persönliche Voraussetzungen

Keine Frage: Du solltest kreativ sein und Sinn für Ästhetik haben! Du brauchst eine gute Beobachtungsgabe, ein Auge für Motive und natürlich technisches Grundverständnis. Auch serviceorientiertes Denken wird dir helfen, wenn du Aufträge entgegennimmst.

Berufschancen & Gehalt

Fotograf bei einem Fotoshooting im Studio

Bevor du dich für ein Fotografie Studium entscheidest, sollte dir bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, als freiberuflicher Fotograf zu arbeiten. Eine Festanstellung ist in dieser Branche eher die Ausnahme. Die Konkurrenz auf dem Markt ist außerdem ziemlich groß. Networking und Mund-zu-Mund-Propaganda sind deswegen für dich sehr wichtig. Es geht auch immer weniger um die technischen Aspekte der Fotografie, sondern der Fokus liegt auf Ausdruck, Botschaft, Gefühl. Und für dich als Fotograf vor allem um Selbstvermarktung und Organisationstalent.

Wenn du es geschafft hast, fotografierst du Produkte, erstellst du Bilderstrecken, bearbeitest Fotos, ziehst durch die verruchten Ecke der Stadt, um das Viertel zu dokumentieren, du setzt Models ins Szene – du weißt immer, wie ein Objekt oder ein Modell am besten zur Geltung kommen, du überlegst, wie du es beleuchtest, aus welchem Blickwinkel du fotografierst. Und wer weiß: Vielleicht wirst du sogar eine eigene Ausstellung bekommen und Bildbände veröffentlichen – wenn das dein Ziel ist.

Du kannst unter anderem in diesen Bereichen arbeiten:
  • Werbefotografie mit verschiedenen Spezialisierungen (People, Mode, Food, Architektur, Industrie etc.)
  • Editorialfotografie
  • Bildjournalismus
  • Dokumentarfotografie
  • Künstlerische Fotografie
  • Neue Medien/Medienkunst/ Mediendesign/ Multimedia
Aber auch:
  • Bilddistribution
  • Bildrezeption/Bildnutzung/Bildredaktion
  • Öffentliche Einrichtungen (Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Kulturämter etc.)

Gehalt

Fotostudio

Zuerst stellt sich für dich die Frage, ob du selbstständig oder in einem Unternehmen arbeiten möchtest. Letzteres bietet sicherlich die größere Sicherheit.

Die Gehaltsspannen sind sehr groß. Wie immer hängt die Höhe des Gehaltes von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel von der Größe des Unternehmens, der Branche, der Stadt, deiner Berufserfahrung, deiner Auftragslage und so weiter. So begründet sich auch die große Gehaltsspanne, wenn man mal bei gehalt.de recherchiert: Von einem Lohn von 1.400 Euro bis sogar rund 6.000 Euro (brutto) monatlich ist alles realistisch.

Wenn du dich selbstständig machen möchtest, hängt dein Gehalt vor allem von deiner Auftragslage ab und die richtet sich nicht zuletzt nach dem Standort. Lebst du zum Beispiel in einer Medienstadt, wie Köln oder etwa in Frankfurt, kannst du davon ausgehen, dass der Markt voller Konkurrenten ist, die gemeinsam mit dir um die Kunden ringen. Hier besteht die Gefahr, dass du vom Preis her gedrückt wirst. Dennoch kannst du dir durch gute Selbstvermarktung und Kontakte einen guten Namen machen und viele Aufträge an Land ziehen. Dennoch solltest du dich darauf einstellen, dass du mit deinem Einstiegsgehalt noch keine großen Sprünge machen kannst, sondern du eher erstmal eine Zeit lang beschäftigt sein wirst, dir gutes Equipment anzuschaffen und es auszubauen. So liegen dein Tagessatz bzw. die Kosten pro Auftrag als Einsteiger etwa zwischen 300 und 700 Euro – abhängig von der Stadt, der Konkurrenz, deinem Standing. Wenn du dich etabliert hast, kannst du die Sätze natürlich auch höher veranschlagen.

Weitere Studienoptionen

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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