Auf einen Blick

  • Numerus Clausus
    2,1 - 2,5, sonst Eignungsfeststellung
  • Arten des Studium
    Vollzeit, Dual, Berufsbegleitend
  • Das Studium in einem Satz
    Im Medienproduktion Studium wirst du zum „Medienmacher“: Von der ersten Idee über die kreative Gestaltung bis zur technischen Umsetzung lernst du, unterschiedliche Medienprodukte für Film, Fernsehen, Internet & Co. zu entwickeln und herzustellen.
  • Das Richtige für...
    ... eigentlich alle, die "was mit Medien" machen wollen.

Eindrücke

Endlich verständlich: Alle Infos zum Medienproduktion Studium

Medienproduktion ist genau das richtige Studium für dich, wenn du

  • „was mit Medien studieren“ willst
  • einen ausgewogenen Mix aus Theorie und Praxis suchst
  • und mit dem Abschluss möglichst breit aufgestellt sein möchtest.

Hier wirst du zum Allrounder für die Medienbranche ausgebildet: Du lernst Medien zu konzipieren, zu gestalten, die Technik dahinter zu verstehen und sie einzusetzen. Dank Grundlagen in BWL, Medienmanagement und Marketing, bist du auch mit der betriebswirtschaftlichen Seite der Medienproduktion vertraut. Der Studiengang hält also tatsächlich das, was der Name verspricht: nämlich dir beizubringen, wie man Medien „macht“ – vom ersten Konzept bis zur Veröffentlichung. Das Besondere: Der Fokus liegt hier nicht ausschließlich auf einer bestimmten Medienart, also nicht zum Beispiel nur auf Videos oder nur auf Web-Anwendungen. Stattdessen bekommst du die Möglichkeit, dich mit der Produktion verschiedener medialer Inhalte vertraut zu machen. Du schreibst zum Beispiel ein Drehbuch, lernst mit einer Filmkamera umzugehen, journalistische Beiträge und Moderationstexte zu verfassen, Video- und Audiobeiträge zu schneiden, erstellst Grafiken, bearbeitest Bilder am Computer und und und. Audiovisuelle Medien (also Medien, die sowohl Ton als auch Bild einsetzen) und Onlinemedien stehen allerdings meist im Vordergrund. Dafür, dass neben all der Praxis der wissenschaftliche Charakter des Studiums nicht zu kurz kommt, sorgen Inhalte aus der Medien- und Kommunikationswissenschaft, zum Beispiel Medienpsychologie, Medientheorie, Medienwirkungsforschung oder Medienrecht. Fazit: Ein Medienproduktion Studium macht dich zum Fast-Alleskönner, der sowohl das theoretische als auch praktische Know-how mitbringt, um in der Medienwelt durchzustarten. Nach dem Studienabschluss entwickelst du zum Beispiel neue Medienprodukte, schätzt ab, ob sich diese wirtschaftlich lohnen und vermittelst zwischen den an der Produktion beteiligten Abteilungen.

Medienproduktion wird an privaten und staatlichen Fachhochschulen angeboten. Die Studiengänge heißen zum Beispiel „Angewandte Medien – Produktion und Realisation“, „Media: Conception & Production“, „Creative Media“, „Multimedia Production“, „Multimedia und Kommunikation“ oder einfach Medienproduktion. Das Studium dauert je nach Hochschule sechs oder sieben Semester und schließt mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Manchmal ist im fünften Semester ein Praxis- oder Auslandssemester vorgesehen. Wer will, kann ein Masterstudium anhängen.

Und noch ein Tipp: Du findest Medienproduktion spannend, möchtest dich aber stärker auf den Bereich Film spezialisieren? Dann ist das Film und Fernsehen Studium eine gute Alternative. Wer einen wissenschaftlicheren Studiengang sucht, in dem die Theorie im Vordergrund steht, oder Medien grundsätzlich lieber an einer Universität als an einer Fachhochschule studieren will, sollte sich das Medienwissenschaft Studium genauer anschauen.

Studienmodelle

Den Bachelor Medienproduktion gibt es als...

  • klassisches Vollzeitstudium: Du bist von Beruf Student, die Medienproduktion Vorlesungen erstrecken sich von Montag bis Freitag.
  • duales Studium: Du arbeitest in einem Unternehmen und studierst gleichzeitig an einer Hochschule oder Berufsakademie. Die Arbeits- und Studienphasen wechseln sich entweder wöchentlich oder monatlich ab. (⇒ Hier gibt's mehr Infos zum dualen Studium)
  • berufsbegleitendes Studium: Du gehst einem normalen Vollzeitjob nach und studierst, z.B. als Abendstudium oder Fernstudium, nebenbei. (⇒ Hier gibt's mehr Infos zum berufsbegleitenden Studium)

Alle Infos speziell zum Master inklusive aller Hochschulen und Studiengänge erfährst du in unserem gesonderten Artikel.

Studieninhalte

Medienproduktion ist ein extrem vielfältiges Studienfach. Hier bekommst du eine abwechslungsreiche Mischung aus Medienmanagement, Medientechnik, Medieninformatik, Mediendesign, Film, Journalismus sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft. Die Kehrseite des breiten Lehrangebots: Du lernst zwar viele unterschiedliche Bereiche kennen, kannst aber nicht in alle gleich tief einsteigen. Ab dem vierten oder fünften Semester geben die Hochschulen dir darum meist die Möglichkeit, dich über die Wahl eines Schwerpunkts oder mehrere Vertiefungsfächer zu spezialisieren.

Typische Inhalte sind zum Beispiel

  • Medientechnik
  • Medienmanagement
  • Grundlagen der Mediengestaltung (Design Basics)
  • Grundlagen der BWL
  • Marketing
  • Marktforschung
  • Medientheorie
  • Medienpsychologie
  • Medienethik
  • Kommunikationsanagement / Public Relations
  • Journalismus
  • Medienrecht
  • Rezeptionsforschung / Mediennutzung
  • Dramaturgie
  • Audio / Video Produktion
  • Postproduktion
  • Tontechnik
  • Informatik
  • Grundlagen in Webseitenerstellung und Webdesign
  • 2D / 3D Grafik
  • Projektmanagement

Allerdings interpretiert jede Hochschule und Akademie das Studienfach etwas anders. Es schadet nicht, die Lehr- und Modulpläne verschiedener Studiengänge miteinander zu vergleichen, um das Angebot zu finden, das am besten zu den eigenen Interessen passt.

Voraussetzung & NC

Um zum Studium Medienproduktion zugelassen zu werden, brauchst du das Abitur oder Fachabitur. Für genauere Infos dazu, ob und wie ein Medienstudium ohne Abi möglich ist, wendest du dich am besten an die Studienberatungen der Hochschulen.

Da es für Medienstudiengänge in der Regel mehr Bewerber als Studienplätze gibt, führen die Hochschulen eigene Auswahlverfahren durch. An staatlichen Fachhochschulen entscheidet häufig der Numerus Clausus (NC) darüber, wer einen Studienplatz bekommt und wer leer ausgeht. Die Auswahlgrenze lag beispielsweise an der Hochschule RheinMain in den letzten Semestern bei 2,1 (WS 16/17) und 2,5 (SoSe 17). An der FH Kiel wurde im Wintersemester 2016/2017 zugelassen, wer das Abitur oder Fachabitur mindestens mit 1,8 bestanden hat. An privaten Hochschulen spielt die Abinote bei der Zulassung eine geringere oder sogar gar keine Rolle. Stattdessen soll geprüft werden, ob du für das Fach geeignet bist, also kreativ bist, technisches Grundverständnis mitbringst und dich für Medien interessierst. Manche Hochschulen geben in Frage kommenden Bewerbern zum Beispiel eine Art Hausaufgabe und bewerten anschließend das Ergebnis, andere führen Aufnahmeprüfungen durch. Weit verbreitet ist außerdem das Motivationsschreiben, in dem du auf einer bis zwei Seiten deine Motivation für das Medienproduktion Studium darlegst.

Tipp für ausgebildete Mediengestalter und Veranstaltungstechniker: An der Hochschule RheinMain können sich Bewerber mit abgeschlossener Medienausbildung direkt für das dritte Fachsemester bewerben. Außerdem verbessert eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Mediengestalter oder als Fachkraft für Veranstaltungstechnik die Note hier um 0,5.

Berufschancen

Als Medienproduktion-Absolvent hast du einen Sinn für das große Ganze. Du kennst alle Schritte der Medienentwicklung, hast ein breites Wissen im Medienbereich und gleichzeitig Praxis-Know-how. Mit deinen konzeptionellen, technischen, betriebswirtschaftlichen und gestalterischen Kenntnissen bist du vielseitig einsetzbar. Nach dem Studium arbeitest du, je nach Studienschwerpunkt, zum Beispiel als Medienmanager, TV-Producer, Redakteur, Produktionsleiter oder Videojournalist. Mit deiner medienübergreifenden Ausbildung bist du außerdem bestens als Projektmanager für crossmediale Projekte, etwa Marketingkampagnen, die verschiedene Medien und Kanäle clever miteinander verbinden, geeignet.

Mögliche Arbeitsfelder sind:

  • Werbung
  • Film & Fernsehen (z.B. Sender, Produktionsfirmen…)
  • Medienunternehmen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Game Design (Konzeption von Computer- und Videospielen)
  • Software- und App-Entwicklung
  • Grafikdesign / Animation
  • Bildung / Kultur

Wir wollen ehrlich sein: Die Medienbranche ist ein hartes Pflaster. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist groß, die Arbeit oft stressig und die Bezahlung leider häufig gering. Aber: Das heißt keineswegs, dass es unmöglich ist hier einen Job zu finden oder richtig Karriere zu machen. Wer liebt was er tut, Einsatz zeigt und seinen Job entsprechend gut macht, wird meistens auch dafür belohnt. Ein Studienabschluss in Medienproduktion verschafft dir aufgrund der Kombi aus breitgefächertem Theorie- und Praxiswissen jedenfalls eine gute Ausgangsposition, um dich in der Medienwelt durchzusetzen. Es macht allerdings Sinn, sich trotz der generalistischen Ausrichtung des Studiums Spezialwissen in einem bestimmten Bereich anzueignen, etwa über Vertiefungen und Wahlmodule, Praktika, Nebenjobs oder eigene Projekte. Da Medienproduktion-Absolventen in ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten, ist es leider fast unmöglich konkrete Angaben dazu zu machen, wie viel du nach dem Studium voraussichtlich verdienen wirst.

Weitere Studienoptionen

War dieser Text hilfreich für dich?

5,00 /5 (Abstimmungen: 2)

medienstudienfuehrer.de weiterempfehlen

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de